Warum Bebbi-Sack Gebühren?

Wer die Umwelt belastet, soll auch für die entstandenen Schäden aufkommen. Dieser Grundsatz ist im schweizerischen Umweltschutzgesetz verankert. Für den Bereich «Abfall» bedeutet dies, dass die Kosten für die umweltgerechte Entsorgung von Abfällen den Abfallverursachern zu belasten sind. In den meisten Gemeinden der Schweiz wurden daher Abfallsackgebühren eingeführt, so auch in Basel im Jahr 1993.

Die Sackgebühren haben positive Effekte auf die Umwelt: Das Recycling nimmt zu und der Verbrauch an Rohstoffen sinkt. Im Kanton Basel-Stadt wurden zum Beispiel 1992, vor der Einführung der Sackgebühren, rund 78'000 Tonnen Siedlungsabfälle aus Haushalten verbrannt und nur 14'000 Tonnen Wertstoffe dem Recycling zugeführt. Die Recyclingquote lag damals bei rund 15 %.

Jetzt sieht die Situation ganz anders aus: Den rund 31'000 Tonnen verbrannten Haushaltsabfällen (Kehricht, Sperrgut) stehen 23'000 Tonnen separat gesammelte Abfälle (ohne privat organisierte Wertstoffsammlungen) gegenüber. Das entspricht einer Recyclingquote von 42 %.

Gebührensäcke können in vielen Läden an der Kasse oder beim Kundendienst bezogen werden. Hier erhalten Sie auch Ersatz, falls Probleme bezüglich der Qualität der Säcke auftreten. Einzelne Gebührensäcke sind im Kundenzentrum Spiegelhof erhältlich.

Der Regierungsrat hat die Abfallgebühren per 1. Dezember 2008 angehoben. Dieser Schritt wurde notwendig, um die Sackgebühren der Teuerung anzupassen, denn seit ihrer Einführung im Jahr 1993 wurden diese Gebühren nie erhöht.

Die aktuellen Abfallgebühren finden Sie in der Stichwortliste A–Z unter Hauskehricht, Sperrgut oder Grünabfuhr.