Düngen
Während sich die Nährstoffe unter natürlichen Bedingungen in Kreisläufen bewegen, werden dem Garten durch die Ernte immer wieder Nährstoffe entzogen. Damit der Boden nicht verarmt, müssen diese durch bedarfsgerechte Düngung ersetzt werden. Doch Vorsicht: Falsche Düngung kann das Wachstum der Pflanzen, die Gesundheit des Bodens und das Grundwasser beeinträchtigen.
Tipps
Kompost
Der wichtigste Dünger im Biogarten ist Kompost. Er sollte nur von März bis August in einer Jahresgabe von maximal 4 Litern pro Quadratmeter (entspricht einer Bedeckung von 4 mm) ausgebracht und nicht untergegraben werden.
Vorsicht mit Tiermist
Starke Phosphoranreicherung ist ein Problem vieler Gartenböden. Deshalb ist Tiermist mit seinem hohen Phosphorgehalt als Ergänzung zu Kompost ungeeignet.
Den Boden ernähren
Steht nicht ausreichend Kompost zur Verfügung, dann verwenden Sie organische Düngemittel (pflanzliche und tierische Reststoffe). Diese wirken indirekt: Sie ernähren und fördern in erster Linie das Bodenleben, und die Pflanzen ernähren sich von dessen Ausscheidungen. Geeignete Volldünger enthalten die Hauptnährstoffe in folgenden Verhältnissen: 5–8% Stickstoff (N), 0–3% Phosphor (P) und 5–10% Kalium (K).
Zuviel Phosphor
Stark mit Phosphor überdüngte Böden können durch teilweisen Ersatz des Komposts durch NK-Dünger oder organische Stickstoffdünger (Hornmehl) ins Gleichgewicht gebracht werden.
Gründüngung, die sinnvolle Zwischensaat
Gründüngungen übernehmen die bodenschützenden Aufgaben der Wildkräuter. Je nach Pflanzenart, versorgen sie ausserdem den Boden mit Nährstoffen und verbessern die Bodenstruktur. Folgt nach der Ernte keine weitere Kultur, sollte eine Gründüngung ausgesät werden. Geben Sie Pflanzenfamilien den Vorzug, die Sie nicht als Kultur anbauen.
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