Sanierungspflicht

Durch die Sanierung veralteter Feuerungsanlagen werden die Emissionen reduziert und Energie gespart.

Wenn eine Feuerungsanlage die Emissionsbegrenzungen nicht mehr einhalten kann, muss sie saniert werden. Je nach Höhe der Grenzwertüberschreitung setzen wir die Sanierungsfristen gemäss der Luftreinhalte-Verordnung fest. In der Regel handelt es sich um 2 oder 6 Jahre.

Meist fallen die alten Feuerungsanlagen dann aus, wenn sie am meisten belastet werden, also in den kältesten Wintermonaten. Deshalb sollte man sich bei alten Anlagen rechtzeitig um den Ersatz kümmern, auch wenn noch keine Sanierungsverpflichtung vorliegt.

Vor einer Sanierung sollte man auch prüfen, ob ein Wechsel des Energieträgers sinnvoll ist und wie weit sich erneuerbare Energien einsetzen lassen. Eine Patentlösung gibt es bei der Heizungssanierung nicht. Für jede Liegenschaft muss einzeln geprüft werden, welche Heizungsart die beste Lösung ist.

Für eine Beratung können Sie sich an die kantonale Energieberatung wenden. Auch Ihr Heizungsinstallateur kann Ihnen weiterhelfen.

Was bringt’s?

Aufgrund der überschrittenen Immissionsgrenzwerte bei den Stickoxiden wurde 1990, gestützt auf die Luftreinhalte-Verordnung, ein Massnahmenplan in Kraft gesetzt.

Betroffen waren Anlagen, die eine Feuerungswärmeleistung von über 70 kW aufwiesen, also im Normalfall keine Einfamilienhäuser, und bei der Sanierung mindestens 17 Jahre alt waren. Für über 2700 Anlagen wurde eine Sanierungsverpflichtung zugestellt. Inzwischen sind diese Anlagen saniert worden. Durch diese einschneidenden Massnahmen ist in den Belastungsgebieten eine jährliche Stickoxidreduktion von rund 450 Tonnen zu erwarten. Dabei wird auch beträchtlich Energie gespart, denn neue Anlagen verbrauchen deutlich weniger Brennstoff. Der CO2-Ausstoss verkleinert sich ebenfalls.

Mit der Änderung der Luftreinhalte-Verordnung im Jahre 2005 müssen nun auch Anlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von weniger als 70 kW die Emissionsbegrenzungen für die Stickoxide einhalten. Bisher wurden die Betreiber von rund 3700 Anlagen zur Sanierung verpflichtet.

Viele dieser Anlagen waren mehr als 30 Jahre alt. Der Ersatz solcher Anlagen reduziert den Schadstoffausstoss erheblich. Gerade bei sehr alten Gasfeuerungen liessen sich die Strickoxide und die Abgasverluste oft um bis zu 90 % senken.

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