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Gegenwärtige Situation
In den vergangenen 20 Jahren wurden im Kanton Basel-Stadt die Abwasserverhältnisse der relevanten Industrie- und Gewerbebetriebe überprüft und im Bedarfsfall den gesetzlichen Bestimmungen angepasst. Aufgrund dieser Massnahmen gelangen heute in über 800 Unternehmen spezielle Abwasservorbehandlungsanlagen zur Anwendung. Die branchenorientierten Sanierungsprogramme (Auto- und Transportgewerbe, Malerbetriebe, Zahnarztpraxen etc.) sind damit in unserem Kanton weitgehend abgeschlossen. Gesamthaft werden in den Betrieben folgende Anlagetypen und Verfahrenstechniken eingesetzt:

Amalgamabscheider in Zahnarzpraxen 307
Emulsionsspaltanlagen in Malereien 127
Emulsionsspaltanlagen in Autogaragen 121
Mineralölabscheider 103
Fettabscheider 74
Neutralisationen 35
Lösungsmitteleliminationen 17
Metalleliminationen 13
Abwasserrecyclinganlagen 12
übrige Anlagen 25
Total installierte Anlagen 834


Positive Auswirkungen

Durch die abwassertechnischen Sanierungsmassnahmen lassen sich die kommunalen Kläranlagen und damit auch die Gewässer in deutlichem Masse von Schadstoffen entlasten. Konkret kann die Wirksamkeit der entsprechenden Programme anhand periodischer Untersuchungen des baselstädtischen Gesamtabwassers überprüft werden.

Ein Beispiel hierfür sind die Massnahmen des AUE zur Emissionsminderung im Bereich der flüchtigen organischen Chlorverbindungen (CKW). Aufgrund gezielter Auflagen in Betrieben der verschiedensten Branchen (Metallgewerbe, Laboratorien, chemische Reinigungen, Malereien etc.) liess sich die CKW-Fracht im Zulauf der ARA Basel um über 90% reduzieren. Wie die betreffenden Schadstofffrachten in Abhängigkeit zu den veranlassten Massnahmen schrittweise vermindert werden konnten - und, wie nachhaltig sich deren Erfolg einstellte - geht aus der nachstehenden Graphik hervor.


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