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2000-Watt-Gesellschaft - Pilotregion Basel
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Praxislabor der Nachhaltigkeitsforschung
Im Rahmen der Strategie Nachhaltigkeit im ETH-Bereich werden Forschungsprojekte zur nachhaltigen Entwicklung initiiert und gefördert. Die ETH hat Basel in Absprache mit dem Bau- und Verkehrsdepartement und dem Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt als Pilotregion ausgewählt, um den Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis und andererseits als Erfahrungsgewinn für die Forschung zu nutzen. Die Pilotregion stellt in diesem Sinne eine Art «Praxislabor der Nachhaltigkeitsforschung» dar.

Ziel: 2000 Watt-Gesellschaft
Ein wichtiges langfristiges Orientierungsziel der Strategie Nachhaltigkeit im ETH-Bereich ist die 2000-Watt-Gesellschaft. Das bedeutet, dass der Leistungsbedarf von heute 5000 Watt pro Einwohnerin und Einwohner um den Faktor 2.5 vermindert werden muss. Von den 2000 Watt - dem heutigen weltweiten Durschnittsbedarf - sollen nur noch 500 Watt aus nicht erneuerbaren Ressourcen gedeckt werden. Der grosse Rest soll aus erneuerbaren Energien stammen. Diese Vision ist aber nur zu erreichen, wenn aus verschiedenen Handlungsfeldern des Dreiecks Ökologie - Ökonomie - Gesellschaft Beiträge geleistet werden.

Schwerpunkt Bauen
Der Schwerpunktbereich Bauen konzentriert sich zum einen auf grössere Stadtentwicklungsgebiete. Speziell in den nachfolgenden Projekten wird versucht, bereits im Planungsprozess Elemente einer 2000-Watt-Gesellschaft einfliessen zu lassen:

  • Erlenmatt (ehemals DB-Areal) im Kleinbasel, das in den kommenden Jahren bebaut wird,
  • ProVolta im äusseren St. Johann-Quartier, das nach Fertigstellung der Nordtangente eine städtebauliche Aufwertung bringen wird,
  • das Gundeldinger-Feld, ein ehemaliges Industrieareal der Firma Sulzer im Gundeldingerquartier, das mit einer neuen Nutzung eine wichtige Rolle für das Quartier spielt.

Darüber hinaus werden vorbildliche Projekte im Sinne von Pilot- und Demonstrationsbauten finanziell unterstützt. Dazu hat der Grosse Rat im April 2005 einen ersten Kredit bewilligt und ihn später für die Jahre 2009 bis 2012 erneuert.

Schwerpunkt Mobilität
Der zweite Schwerpunkt innerhalb der 2000-Watt-Gesellschaft - Pilotregion Basel bildet die Mobilität. Der «Erlebnisraum Mobilität» soll neue, umweltverträglichere Technologien der Bevölkerung und Zielgruppen aus der Wirtschaft näher bringen. Auch für diesen Schwerpunkt hat der Grosse Rat im April 2005 Kredite für die Bereiche Gas- und Wasserstofftechnologie gesprochen, mit denen Projekte bis ins Jahr 2012 gefördert werden können.

Raum und Ressourcen
Für die Periode von 2009 bis 2012 wurden die beiden bestehenden Bereiche mit einem dritten, «Raum und Ressourcen» ergänzt. Die Nutzung des Aussenraums und der stofflichen Ressourcen spielt eine wichtige Rolle. Ressourceneffizienz und der haushälterische Umgang mit dem urbanen Raum haben einen direkten und indirekten Einfluss auf die Energieeffizienz und ergänzen somit die Bereiche Bauen und Mobilität. Bis ins Jahr 2012 sollen deshalb in der Pilotregion Basel auch im Bereich Raum und Ressourcen Leuchtturmprojekte entstehen.

Wer macht mit?
Das Projekt wird zurzeit von der ETH und vom Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt des Kantons Basel-Stadt getragen. In der Projektleitung sind das Amt für Umwelt und Energie, das Generalsekretariat des Bau- und Verkehrsdepartements, die Fachhochschule Nordwestschweiz, die Uni Basel und novatlantis vertreten.

Kontakte und weitere Informationen
Projektleitung Pilotregion Basel:
Prof. Armin Binz, FHNW

Kontaktperson Verwaltung:
Dominik Keller, AUE

Gesamtprojektleiter novatlantis:
Roland Stulz

Weitere Informationen unter
www.novatlantis.ch

Projektpartner der PILOTREGION BASEL
Kanton Basel-Stadt
Fachhochschule beider Basel
Uni Basel
novatlantis

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