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Nachhaltige Entwicklung, Umsetzung in Basel
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Mit dem Bericht «Zukunft Basel (2001)» wurde in einem ersten Schritt die konkreten Ziele bestimmt, welche die nachhaltige Entwicklung von Basel-Stadt definieren. Dabei geht die Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung für Basel-Stadt aus drei sich gegenseitig beeinflussenden Ebenen hervor:

1. den übergeordneten Zielen, die langfristiger Natur sind und welche die drei Schlüsselbereiche betreffen;

2. den Handlungsgrundsätzen, die den Prozess bestimmen und

3. den Handlungsfeldern, aus denen schwergewichtig die Impulse für die Erreichung der übergeordneten Ziele erfolgen müssen.

Im Vordergrund stehen Bildung/ Wissenschaft/ Forschung, Energie, Gesellschaft, Gesundheit, internationales Engagement, Konsumverhalten, Kultur, natürliche Ressourcen/ ökologische Vielfalt, Staatsfinanzen, Stadtentwicklung und Wirtschaft.

Monitoring der nachhaltigen Entwicklung

Für die objektive Beurteilung der nachhaltigen Entwicklung im Kanton Basel-Stadt wurde in einem zweiten Schritt die nachhaltige Entwicklung mittels 21 Indikatoren aus den Bereichen Wirschaft, Umwelt und Gesellschaft im Bericht «Zukunft Basel konkret (2005)» dargestellt. Der Bericht «Zukunft Basel konkret (2010)» ist nun der zweite Nachhaltigkeitsbericht und beschreibt insbesondere die Veränderungen der letzten fünf Jahre.

Das Monitoring der nachhaltigen Entwicklung geht über eine reine Bestandesaufnahme hinaus und dient als Instrument, um die nachhaltige Entwicklung optimal in die politische Planung und Steuerung zu integrieren. Der Regierungsrat will Entscheide langfristig ausgewogen fällen und positive Effekte in allen drei Schlüsseldimensionen – Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft -

Der Stand  der nachhaltigen Entwicklung im Kanton Basel-Stadt lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Wirtschaft

Die Wertschöpfung und die Beschäftigungsentwicklung verlaufen seit Jahren positiv. Der Kanton Basel-Stadt ist mit seiner hohen Wirtschaftskraft der klare Wachstumsleader der Schweiz. Dieser Erfolg ist unter anderem auf die Schaffung attraktiver Standortbedingungen, insbesondere für Unternehmen aus wertschöpfungsstarken Branchen zurückzuführen. Dadurch bleibt der Kanton Basel-Stadt als internationaler Wirtschaftstandort weiterhin attraktiv. Mittels diverser Beratungs- und Hilfsangebote werden zudem Anstrengungen unternommen, um potentielle neue Unternehmen nach Basel zu locken. Die Anzahl der Firmengründungen blieb in den letzten Jahren nahezu unverändert. Die Arbeitslosenquote sank zwischen 2004 und 2008 deutlich. Seither steigt sie jedoch konjunkturbedingt wieder leicht an. Die Erwerbstätigenquote blieb dabei weitgehend gleich. Die Verschuldung des Kantons ist seit Jahren tendenziell rückläufig. Die Steuereinnahmen sind relativ stabil, seit 2007 jedoch leicht sinkend.

Umwelt

Die Wasserqualität der Fliessgewässer hat sich aufgrund der konsequenten Umsetzung der Gewässerschutzverordnung weiterhin leicht verbessert. Der Trinkwasserverbrauch hat leicht zugenommen, wobei ein Rückgang bei den Haushalten einer Zunahme im Industriesektor gegenüber steht. Der Siedlungsabfall hat ebenfalls leicht zugenommen; die Menge des Hauskehrichts sank, während die Menge an Sperrgut stieg. Leichte Rückgänge sind ebenfalls bei der Recyclingquote auf Stadtgebiet zu verzeichnen. Beim Lärm kamen Erfolge unter anderem aufgrund der Eröffnung der Nordtangente zustande. Durch das wachsende Verkehrsvolumen in den kommenden Jahren wird diese Verbesserung jedoch deutlich abgeschwächt bzw. kompensiert. Auch bei der Luftqualität wurden Teilerfolge erzielt. Jedoch werden auch hier erwartungsgemäss die erzielten Verbesserungen durch das wachsende Verkehrsvolumen abgeschwächt. Die CO2-Emissionen konnten gegenüber 1990 um 11 % gesenkt werden. Damit erreicht der Kanton Basel-Stadt das Ziel des eidgenössischen CO2-Gesetzes. Anstrengungen sind jedoch auch in Zukunft nötig, um die künftigen Klimaziele erreichen zu können. Der Anteil erneuerbarer Energie konnte seit 2008 insbesondere durch das Holzkraftwerk wesentlich erhöht werden, aber auch andere erneuerbare Energieträger waren dafür mitverantwortlich. Die Bodenversiegelung blieb weitgehend unverändert.

Gesellschaft

Die überwiegende Mehrheit der Menschen lebt sehr gerne im Kanton Basel-Stadt und ist zufrieden mit den Lebensumständen. Die Zahl der Gewaltstraftaten ist nach einem zwischenzeitlichen Rückgang zwischen 2004 und 2007 derzeit wieder leicht zunehmend. Der Altersquotient ist seit 2001 leicht sinkend; er ist jedoch im Vergleich zum schweizerischen Mittelwert relativ hoch. Das Bundesamt für Statistik prognostiziert für den Kanton Basel-Stadt für die kommenden Jahre eine Zunahme des Altersquotienten. Diese demographische Entwicklung ist auf die rückläufige Geburtenzahl und die steigende Lebenserwartung der Bevölkerung zurückzuführen. Ohne internationale Einwanderung läge der Altersquotient noch deutlich höher. Die Zahl der Sozialhilfebeziehenden nahm seit 2006 leicht ab und stagniert derzeit. Sie ist im Vergleich zu anderen Städten jedoch immer noch hoch. Am Lohnunterschied in Basel zwischen Frauen und Männern hat sich in den letzten Jahren kaum etwas verändert. Er lag über dem  gesamtschweizerischen Durchschnitt.

Der nächste Nachhaltigkeitsbericht erscheint bereits 2012, damit die Erkenntnisse in den nächsten Legislaturplan 2013-2017 einfliessen können. Danach ist wieder eine Berichterstattung im Vierjahresrhythmus vorgesehen. Die jeweils aktuellsten Kennzahlen sind auf der Website des Statistischen Amts publiziert.

Bericht zur nachhaltigen Entwicklung Basel-Stadt 2010


Die Broschüre «Zukunft Basel konkret (2010)» steht hier zum Download bereit. Der Bericht kann zusätzlich auf der Website des Statistischen Amtes Basel-Stadt eingesehen werden.

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