Windeln
Wegwerfwindeln machen einen erheblichen Teil des Siedlungsmülls aus. Sie bestehen vorwiegend aus Zellstoff, dessen Herstellung mit der Abholzung von Wäldern sowie einem hohen Einsatz von Wasser, Chemikalien und Energie verbunden ist.
Tipps
Ökobilanz
Die Umweltbilanzen von Wegwerf- und Stoffwindeln fallen je nach Studie unterschiedlich aus: Mal ist die Wegwerf-, dann wieder die Stoffwindel umweltverträglicher. Bei Stoffwindeln haben Sie es allerdings stärker in der Hand, die Ökobilanz positiv zu beeinflussen (beim Waschen).
Wegwerfwindel
Leider finden sich auf dem Markt erst wenige Wegwerfwindeln, die bezüglich ihrer Umweltbelastung verbessert wurden: Neu gibt es erste Angebote von Wegwerfwindeln aus FSC-zertifiziertem Zellstoff, das heisst aus nachhaltig genutzten Wäldern. Bevorzugen Sie zudem Produkte mit ungebleichtem oder zumindest chlorfrei gebleichtem Zellstoff. Welche Kriterien eine Ökowindel, die diesen Namen verdient, erfüllen müsste, beschreibt der Förderverein FUPS in seiner Zeitschrift «Papier & Umwelt 3/09».
Stoffwindel
Stoffwindeln helfen, den Abfallberg zu verkleinern, und gelten als besonders hautverträglich. Lassen Sie sich nicht von Erzählungen über frühere Zeiten abschrecken: Moderne Stoffwindelsysteme sind viel bequemer zu handhaben als früher. Im Fachgeschäft erhalten Sie Beratung über die verschiedenen Systeme und die nötige Windelanzahl, die man anschaffen sollte. Qualitätswindeln können Sie für ein zweites Kind weiterverwenden oder secondhand verkaufen.
Stoffwindeln waschen
Waschen Sie Stoffwindeln möglichst umweltschonend. Kalt vorspülen und kochen nur bei Durchfall- und Pilzerkrankungen. Bereits bei 60 °C wird eine ausreichende Hygienisierung der Windeln erreicht. Gegen hartnäckige Flecken hilft Gallseife. Verwenden Sie keinen Weichspüler.
|