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Birs
Allgemeines
Die Birs entspringt im Jura am Pierre Pertuis bei Tavannes, 800 m über Meer, und
mündet nach ca. 80 km bei Birsfelden auf einer Höhe von 245 m.ü.M. in den
Rhein. Das Einzugsgebiet von 922 km2 besteht vorwiegend aus Jura-Kalken. Die Länge
des Birsabschnitts auf baselstädtischem Boden (nur linkes Ufer) beträgt rund 2.2
km.

Birs beim Nasenweg
Historisches
Im Unterlauf floss die Birs bis ins 18. Jahrhundert in vielen, sich ständig
verlagernden Armen mit zahlreichen Kiesinseln und häufigen Überflutungen der
Talaue. Bereits im 11. Jahrhundert wurde Birswasser zu gewerblichen Zwecken abgeleitet,
1625 das erste Wuhr in der «Neuen Welt» erbaut. 1811 begann man mit der
Korrektion der Birs, was zu einer erheblichen Laufverkürzung und zur Eintiefung der
Sohle führte. Ab 1872 wurde die Uferverbauung mit hölzernen Pfählen,
Längsschwellen und Steinpflästerungen vorgenommen. Zur Sohlenfixierung baute man
zusätzliche Querschwellen ein. 1890 wurde das Haefely-Wehr zur Sicherung der Pfeiler
der Eisenbahnbrücke und zur Konsolidierung der Sohle erstellt. Ab 1900 begann der
Ersatz der relativ naturnahen Ufersicherungen durch starke Betonverbauungen bis unter die
Flusssohle. Der baselstädtische Damm wurde erhöht und zusätzliche
Querschwellen eingebaut. Seit 1903 wird das Vorland der Birs als Trassee für
Werkleitungen genutzt, 1982 wurden alle Leitungen in den Boden verlegt.
Der bis in die 1930er Jahre mit mächtigen Weidenstöcken naturnah ausgebildete
Birskopf erhielt auf baselstädtischem Gebiet 1936/37 seine heutige Gestalt. Dabei
wurde die neue Ufermauer 20 m weit in den Rhein hinaus geführt. Mit der
trichterförmigen Erweiterung des basellandschaftlichen Ufers in den Jahren 1957/58
wurde eine Ablagerungsstrecke für Geschiebe geschaffen, die den Eintrag von
Birsschotter und -kies in die Schifffahrtsrinne verhindern soll.
St. Alban-Teich
Allgemeines
Im 11. Jahrhundert wurde der St. Alban-Teich als Gewerbekanal erstellt, um die Mühlen
des neu gegründeten Klosters im St. Alban-Tal mit Wasser aus der Birs zu versorgen.
Das Birswasser wurde ursprünglich unterhalb des Stegs bei St. Jakob entnommen.
1623-1626 wurde zur besseren Fassung des Wassers das Wuhr in der «Neuen Welt»
erstellt. Bis ungefähr Ende des 19. Jahrhunderts wurden rund 15 Mühlen von
seinem Wasser angetrieben. Heute treibt der St. Alban-Teich nur noch die Mühle des
Papiermuseums an.

St. Albanteich bei der Lehenmattstrasse
In seinem heutigen Verlauf speist der St. Alban-Teich die Weiher der «Grün
80» auf dem Areal Brüglingen und erreicht bei der Brüglingerstrasse das
Gebiet des Kantons Basel-Stadt. Etwa um das Jahr 1860 wurden die beiden Ausläufe am
St. Alban-Rheinweg in den Rhein korrigiert und überdeckt.

Dalbedych
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