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Birsig
Allgemeines
Der Birsig ist der kleinste der drei Basler Rheinzuflüsse. Er entspringt oberhalb von
Burg im Leimental und fliesst abwechselnd über französisches und schweizerisches
Gebiet bis zu seiner Mündung in den Rhein bei der Schifflände in Basel. Die
Länge des Flusslaufs beträgt 21 km, das gesamte Einzugsgebiet umfasst 82 km2.
Historisches
Auch auf Stadtgebiet floss der Birsig ursprünglich offen, wurde aber bereits seit dem
11. Jahrhundert durch Uferbefestigungen gebändigt, denn immer wieder richteten
Hochwasser grosse Schäden in der Stadt an. In den unteren Stadtteilen waren die
Häuserzeilen direkt an den Flusslauf gebaut und dieser von zahlreichen Brücken,
Stegen und Gewölben überquert. Er nahm die Fäkalien der anstossenden
Häuser (Abtritte) sowie verschiedene Einleitungen der umliegenden Stadtquartiere und
das Abwasser des gesamten Leimentals auf und wurde auch 'die grosse Kloake' der Stadt
genannt. Die zunehmende Verschmutzung mit umfangreichen Ablagerungen auf der Sohle
begünstigten den Ausbruch von Cholera und Typhus.

Birsig, Falknerstrasse, ca. 1880
Die Überdeckung des Birsig innerhalb der Stadtmauer erfolgte in verschiedenen Etappen
ab dem 14. Jahrhundert. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde eine
Gesamtkorrektion des Birsig bis zum Fischmarkt vorgenommen. Im Zusammenhang mit dem Neubau
der Mittleren Brücke wurde um 1900 der Abschnitt vom Fischmarkt bis zur Mündung
korrigiert und überdeckt. Die letzten Überdeckungen folgten in den 1950er Jahren
mit der Schaffung des Birsig-Parkplatzes und 1962-64 im Bereich des Zolli.
Heute ist der Birsig auf Kantonsgebiet von Basel-Stadt grösstenteils eingedolt.
Lediglich ober- und unterhalb des Zoologischen Gartens tritt er auf wenigen hundert Metern
zutage.

Birsig, Blick vom Dorenbachviadukt
Dorenbach
Allgemeines
Der Dorenbach entspringt im Lössgebiet zwischen Oberwil/Biel-Benken und Allschwil und
verläuft mehrheitlich im Wald. Das gesamte Einzugsgebiet beträgt 7.5 km2.
Das Gewässer, welches ursprünglich im «Steinbühl» versickerte,
verlief im Mittelalter in nördlicher Richtung, wo er mit dem östlichen
Allschwiler Bachgraben zusammentraf. Im 15. Jh. wurde eine Abzweigung zum
Schützenmattweiher erstellt (der sog. Herrengraben) und um 1670 folgte ein
Überlauf zum Birsig mit Verlauf des heutigen Dorenbach. Nach zahlreichen
Überschwemmungen wurde zwischen 1890 und 1940 der gesamte Dorenbach vom
Allschwilerweiher (angelegt 1674) bis zur Einmündung in den Birsig in verschiedenen
Etappen hart verbaut und teilweise eingedolt.

Dorenbach
Bachgraben
Die Quelle dieses Baches befindet sich südlich von Hagenthal-le Bas auf
französischem Gebiet. Bis ins Mittelalter floss der
«Allschwiler-Bachgraben» nach dem Dorf Allschwil in allgemein nördlicher
Richtung zeitweise in einem östlichen und einem westlichen Graben, und versickerte im
Wasenboden. Nach einer wechselvollen Geschichte mit zahlreichen Laufverschiebungen wurde
der Bachgraben 1945 an der Kantonsgrenze in die städtische Kanalisation abgeleitet.
Beim Bau der Kläranlage 1982 erfolgte die 7 - 10 m tief liegende Ableitung mit
Auslauf in den Rhein kurz vor der französischen Grenze.

Bachgraben, Einlaufbauwerk
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