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Allgemeines
Die Wiese entspringt aus mehreren Quellen am Feldberg auf 1200 m Höhe und hat ein
Einzugsgebiet von 437 km2. Die Länge des Flusses bis zur Mündung in den Rhein
bei Kleinhüningen beträgt 54.6 km, wovon die letzten 6,1 km auf Gebiet des
Kantons Basel-Stadt verlaufen.
Die Wiese speist ein ausgedehntes Grundwasserschutzgebiet, welches zur
Trinkwasserversorgung der Stadt Basel beiträgt. Im Gebiet der «Langen
Erlen» werden Wald, Uferdämme und Vorländer der Wiese intensiv als
Naherholungsgebiet genutzt.

Wiese oberhalb der Schliesse
(gegen Fliessrichtung)
Historisches
Die Wiese floss ursprünglich in einem reich verzweigten Gewässerbett mit vielen
Seitenarmen, deren Lage nach jedem Hochwasser wechselte. Bereits im 13. Jahrhundert wurden
zahlreiche Kanäle ausgeleitet, um verschiedene Mühlen zu betreiben bzw. um
Wasser zur Bewässerung zu entnehmen. Durch Uferverbauungen aus Holz, aber auch durch
das Anpflanzen von Weiden und Erlen versuchte man während Jahrhunderten, den durch
Überschwemmungen angerichteten Schaden möglichst gering zu halten.
Ab 1834 wurde die Wiese begradigt und sukzessive in ein hart verbautes Gewässerbett
verlegt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand das heutige Doppeltrapezprofil. Nach den
Verbauungen der Wiese auch auf badischem Gebiet führte der Fluss viel weniger
Geschiebe mit sich, was zu einer allmählichen Vertiefung der Sohle führte. Mit
Hilfe von Querschwellen versuchte man die Sohle zu sichern.

Wiesenaue um 1643, hist. Plan
von Jacob Meyer
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