zum Text Logo: Baselstab / Basel-Stadt Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt Amt für Umwelt und Energie
Navigation Hauptkapitel / Home / Wir über uns / Dienstleistungen Fachbereiche Häufig gestellte Fragen / News / Links / /
Metanavigation Suche / Kontakt
Illustration Gewässer
Lebensraum Gewässer
Illustration Gewässer
Enthält Unterkapitel Energie
Enthält Unterkapitel Lärm
Navigation Unterkapitel Gewässer / Grundwasser / Tankanlagen
Navigation Unterkapitel Oberflächengewässer
Basler Fliessgewässer
Wasserqualität
Lebensraum Gewässer
Aktuelles
Gesetzliche Grundlagen
Fischerei
Enthält Unterkapitel Grundwasser
Enthält Unterkapitel Wassernutzung
Tankanlagen
Gewässerschutz-
Pikettdienst
Enthält Unterkapitel Rheinüberwachungs-
station
Enthält Unterkapitel Abwasser
Enthält Unterkapitel Abfälle
Enthält Unterkapitel Altlasten
Enthält Unterkapitel Fachübergreifendes
Enthält Unterkapitel Landwirtschaft
Zeitgemässer Gewässerschutz setzt eine ganzheitliche Betrachtung des Gewässers voraus. Dabei sind im Sinne der Eidgenössischen Gewässerschutzverordnung bei der Wasserqualität, bei der Hydrodynamik und im Bereich der Gewässerstrukturen naturnahe Verhältnisse anzustreben, damit sich wieder artenreiche Lebensgemeinschaften einfinden und selbst reproduzieren können.

Im Rahmen der regelmässigen Überwachung unserer Fliessgewässer werden neben der Wasserqualität auch die Strukturgüte sowie die Wanderhindernisse erfasst. Periodisch wird auch der Bestand der wirbellosen Kleinlebewesen untersucht.


Wirbellosenfauna der Gewässersohle
(Foto H. Handschin)

Ökomorphologie
Die meisten unserer städtischen Bäche und Flüsse sind geprägt durch künstlich-monotone Gewässerbettstrukturen. Im Laufe des letzten Jahrhunderts wurde vielerorts die Vernetzung zwischen Wasser und Land sowie in Längsrichtung durch Ufer- und Sohlenverbauungen stark eingeschränkt. Diese strukturellen Defizite waren die Folge gesellschaftlicher Vorgaben, welche Raum für Bauten und Infrastrukturanlagen sowie einen ausreichenden Hochwasserschutz beinhalteten.


Wiese bei Freiburgerbrücke

Das AUE liess bisher die Strukturgüte von rund 35 Fluss- und Bach-Kilometer untersuchen. Dabei wurden ökologisch bedeutsame Parameter wie z.B. Verbauungsgrad von Sohle und Böschung, Breite und Beschaffenheit des Uferbereichs etc. beurteilt. Von den untersuchten Gewässern weisen nur die Bäche in Riehen und Bettingen naturnahe Abschnitte auf.



Wanderhindernisse
In Ergänzung zur ökomorphologischen Bewertung werden alle für Fische relevanten Aufstiegshindernisse erfasst, welche die Wanderung und damit die Ausbreitung in Längsrichtung behindern oder gar verunmöglichen. Darunter fallen Wehre, Abstürze und sonstige Sohlstufen meist künstlichen Ursprungs ebenso wie Verrohrungen oder Eindolungen.


Verrohrung bei Bachübergang

Schwelle


Makroinvertebraten
Gewässer beherbergen eine speziell angepasste Pflanzen- und Tierwelt. Für die biologische Zustandsbeschreibung eignen sich neben den Fischen auch die von blossem Auge noch erkennbaren, wirbellosen Kleinlebewesen, sog. Makroinvertebraten.


Larve einer Köcherfliege
(Hydropsyche sp.)

Diese in und auf der Gewässersohle lebenden Kleintiere haben zum Teil sehr unterschiedliche Ansprüche an ihren Lebensraum und reagieren oft empfindlich auf sich verschlechternde Umgebungsfaktoren wie Wasserqualität, Strukturgüte etc. Durch die regelmässige Analyse der Artengemeinschaft kann die Einhaltung der ökologischen Ziele überprüft werden. Dabei kann davon ausgegangen werden, dass ein naturnahes, unbelastetes Fliessgewässer mehr Insekten- als Nichtinsektenarten aufweist und die Artenvielfalt entsprechend hoch ist.


Flussflohkrebs (Gammarus roeselii)






Lebensraum Gewässer







Druckversion