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Aubach
Der Aubach fliesst auf einer Länge von rund 2 km auf Riehener Boden bis er in den
«Riehenteich» mündet. Der oberste Abschnitt von der Grenze zu Inzlingen
bis und mit Naturschutzreservat «Autäli» ist aufgrund des geringen
Verbauungsgrads des Gewässerbetts und der breiten Uferbereiche ziemlich naturnah.

Aubach im Naturschutzgebiet «Autäli»
Weiter unten wird der Bach durch baulich expandierende Wochenendgärten in seinem
Raumbedarf immer stärker beeinträchtigt, stellenweise fallen die standortfremde
Vegetation, Ufer- sowie Sohlverbauungen negativ auf.

Eintagsfliegenlarve (Baetis sp.,
Foto H. Handschin)
Die Durchgängigkeit für Fische wird durch einige ungünstig gebaute
Schwellen sowie durch die lange Eindolungsstrecke durch das Dorf Riehen erschwert bzw.
unterbunden. Aus diesem Grund konnten bei einer orientierenden Befischung im ganzen Aubach
nur ein paar Regenbogenforellen gefangen werden. Eine Fischpopulation kann im Aubach nur
mit Hilfe von Besatzmassnahmen erhalten werden.
Gesamthaft wurden rund 40 Vertreter der Wirbellosenfauna nachgewiesen. Zahlreich vertreten
waren Käfer, Egel, Eintagsfliegen und Köcherfliegen. Das Vorkommen der in der
Schweiz als «gefährdet» eingestuften Zweigestreiften Quelljungfer
(Libellenart) ist eine Besonderheit von Aubach und Bettingerbach.

Zweigestreifte Quelljungfer
(Cordulegaster boltonii, Foto D. Küry)
Bettingerbach
Der Bettingerbach ist in seinem Oberlauf vom Zollhaus bis unterhalb des Schwimmbads
eingedolt. Verschiedene Abschnitte sind ökomorphologisch mehr oder weniger
beeinträchtigt. Dabei handelt es sich insbesondere um jene Strecken, deren Ufer mit
Holz oder Beton verbaut und der Uferbereich stark eingeschränkt wurde bzw. wo der
Bach unterirdisch verläuft.

Bettingerbach im Wenkenpark
Einzelne bis zu 100 cm hohe Abstürze sowie der zum Weiher aufgestaute Bach verhindern
die Durchwanderbarkeit für Fische. Die typische Ufervegetation wurde im Bereich des
Wenkenparks und der Familiengärten immer mehr durch standortfremde Pflanzungen
ersetzt.
Wie beim Aubach kann davon ausgegangen werden, dass aufgrund der langen Eindolungen keine
spontane Einwanderung von Fischen aus dem «Alten Teich» erfolgen kann. Was die
Wirbellosen betrifft, so wurden in der Vergangenheit rund 30 Taxa ermittelt. Darunter
finden sich zahlreiche Arten von Köcherfliegen und Zweiflüglern. Die in der
Schweiz als gefährdet eingestufte Libellenart, die Zweigestreifte Quelljungfer, ist
auch am Bettingerbach verbreitet.
Immenbach
Der Immenbach tritt erstmals in der Nähe des Schiessstands zutage und fliesst, von
Fettwiesen und -weiden umsäumt, in Richtung Naturschutzgebiet
«Mooswäldchen».
In diesem ökomorphologisch natürlichen Abschnitt kann der Bach frei fliessen.
Auf dem sandig-schlammigen Sediment hat der Aufrechte Merk (Doldenblütler)
ausgedehnte Bestände entwickelt. Im Siedlungsbereich wird das Gewässerbett immer
stärker durch Verkehrswege und angrenzende Privatgärten eingeengt. Der Uferraum
ist trotz einiger örtlicher Verbesserungen stark eingeschränkt. Abstürze
und zahlreiche Verrohrungen behindern die Durchgängigkeit des Immenbachs.
 Immenbach im Mooswäldli |
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 Immenbach vor der Eindolung in Riehen |
Insgesamt wurden auf der Gewässersohle nur rund 20 verschiedene Wirbellosentaxa
gefunden. Vermutlich ist der Immenbach aufgrund seines schmalen Gerinnes, der mehrheitlich
verbauten Ufer und des hohen Anteils an sehr feinen Sedimenten relativ unattraktiv
für Kleintiere. Die Fischfauna des Immenbachs wurde bisher noch nicht erhoben.
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