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Das heute sichtbare Rheinbord stammt aus dem letzten Jahrhundert, als die ufernahe städtische Bebauung vor Hochwasser und die Ufer vor dem Wellenschlag der Schifffahrt besser geschützt werden mussten. Infolge des Aufstaus des Rheins durch die beiden Kraftwerke Kembs und Birsfelden wurden die ehemaligen Flachufer grösstenteils überflutet und die Geschiebedynamik unterbrochen. Im Bereich 'Rheinhalde' und 'Solitude' finden sich noch vorgelagerte Kiesbänke und Flachuferbereiche, die aus ökologischer Sicht als wertvoll zu betrachten sind. Besonders wichtig sind die Lebensräume in der Strömung und der Flusssohle.


Rheinhalde und Kraftwerk Birsfelden

Mit mehr als 30 aktuell nachgewiesenen Fischarten stellt der Rhein ein wertvolles Fischgewässer dar. Besonders hervorzuheben sind das Bachneunauge, die Barbe, die Nase, der Schneider und die Äsche. Neuste Untersuchungen belegen, dass an strukturreichen Abschnitten wie z.B. an «Rheinhalde», sich jeweils mehr Fische aufhalten als an hart verbauten Uferbereichen ohne Fischunterstände oder strömungsberuhigten Zonen.


Schneider
(Belegexemplar, Naturhist. Museum Basel)

Im Rhein bei Basel lebt auch ein artenreiches Spektrum an wirbellosen Kleintieren. Mehr als 100 verschiedene Taxa konnten in den letzten Jahren nachgewiesen werden. Dabei sind die strömungsliebenden Arten stark vertreten, sie finden auf der Gewässersohle optimale Bedingungen vor. In den letzten Jahren wanderten vermehrt auch Kleintiere aus andern Teilen Europas in den Hochrhein ein. Teils wurden sie von Schiffen eingeschleppt, teils aktiv eingesetzt. Diese Neuankömmlinge, wie z.B. Schlickkrebs oder Körbchenmuschel breiten sich rheinaufwärts aus und können in Massen die Rheinsohle besiedeln. Gleichzeitig wird befürchtet, dass angestammte Arten mit gleichen Lebensraumansprüchen dabei verdrängt werden könnten.


Larve der Eintagsfliege
(Potamanthus luteus, Foto H. Handschin)

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