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Die Wiese fliesst auf Basler Kantonsgebiet primär durch landwirtschaftlich genutztes
Umland und Wald. Auf den letzten 1,5 km vor der Mündung in den Rhein grenzt die Wiese
an verkehrstechnisch stark genutztes Siedlungsgebiet. Der Fluss weist auf seiner ganzen
Länge, innerhalb baumbestandener Hochwasserdämme, ein nahezu gleichförmiges
Trapezprofil auf.

Wiese in Kleinhüningen
Ökomorphologisch ist die Wiese mehr oder weniger beeinträchtigt. Zusätzlich
stellt das Riehenteichwuhr («Schliesse») ein bedeutendes Wanderhindernis
für Fische dar. In den Jahren 1999 und 2000 wurden unter der Leitung des Tiefbauamtes
Basel-Stadt rund 600m des Wieselaufs revitalisiert. Die Belebung hat sich positiv auf die
Gewässerfauna ausgewirkt. Der Flussabschnitt wird von der Bevölkerung rege
genutzt.

Revitalisierte Wiese in den Langen Erlen
Heute leben in der Wiese rund 11 Fischarten. Neben Aal, Elritze, Barbe, Nase und Alet
scheinen sich auch seltenere Arten wie z.B. Gründling, Bachschmerle und Aesche wohl
zu fühlen. Auf der Gewässersohle finden sich auch sehr viele wirbellose
Kleintierarten. Mit mehr als 60 nachgewiesenen Taxa stellt die Wiese neben dem Rhein das
weitaus artenreichste Gewässer des Kantons dar. Besonders reich vertreten sind
Insektenlarven, die im Wasser aufwachsen wie Köcherfliegen, Eintagsfliegen und
Steinfliegen. Zu erwähnen ist auch das Vorkommen der gesamtschweizerisch
gefährdeten Kleinen Zangenlibelle, welche mittelgrosse Flüsse mit rascher
Strömung bevorzugt.

Larve einer Eintagsfliege
(Ephemerella sp., Foto H. Handschin)
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