Tiere

Bei der Beurteilung von Störungen durch Tierlärm unterscheidet man zwischen gewerblicher und privater Haltung. Ob Tierlärm das üblicherweise hinzunehmende Mass überschreitet, wird anhand von Beispielen aus einschlägigen Gerichtsurteilen abgeschätzt. Die Beurteilung, ob eine erhebliche Störung vorliegt, erfolgt immer im konkreten Einzelfall und durch die zuständige Behörde.

Beispiele für üblicherweise hinzunehmende Störungen:

  • Hundegebell tagsüber, jedoch nicht ununterbrochen und gesamthaft höchstens eine halbe Stunde pro Tag. Dies gilt auch sinngemäss für andere Tiere wie Esel, Pferde, Hähne, Frösche.
  • Bis zu neun Hühner und höchstens ein Hahn, die nachts in einem überwiegend und insbesondere zur Nachbarschaft hin dichten Stall untergebracht sind. Dies gilt sinngemäss auch für anderes Nutzgeflügel.
  • Lautäusserungen von Papageien tagsüber, jedoch gesamthaft nicht länger als zwei Stunden pro Tag. Dies gilt sinngemäss auch für andere Ziervögel.
  • Ruhestörungen durch einzelne Haus- und Nutztiere sind in den polizeilichen Vorschriften betreffend Lärmbekämpfung geregelt. Der Vollzug liegt beim Justiz- und Sicherheitsdepartement.
  • Für die Beurteilung von Ruhestörungen durch gewerbliche Tierhaltung ist das Amt für Umwelt und Energie zuständig. Für Tierlärm enthält die Lärmschutz-Verordnung keine Grenzwerte. Wir beurteilen die Störung im Einzelfall, gestützt auf das Umweltschutzgesetz.

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