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Birs
Die Birs ist wie der Dorenbach ein Grenzgewässer zum Nachbarkanton. Vom 'St. Jakob'
bis zur Mündung in den Rhein fliesst die Birs in einem kanalartigen
Doppeltrapezprofil. Die Uferböschung ist hart verbaut und aus Gründen des
Hochwasserschutzes weitgehend frei von Bestockung. Eine standortgerechte
Fliesswasservegetation kann sich nur dort ansatzweise entwickeln, wo die Uferbefestigung
Ritzen aufweist. Das «Haefely-Wehr» ist derzeit noch das grösste
Hindernis für den Lachs und andere Gewässerorganismen auf dem Weg
flussaufwärts.

Haefely-Wehr
In der Birs leben zahlreiche Fischarten wie Aal, Bachforelle, Alet, Aesche,
Gründling, Schmerle etc., welche auch in Rhein und Wiese vertreten sind. Die für
Gewässer dieser Grösse relativ kleine Artenzahl der Wirbellosen, hängt
sowohl mit der aktuellen ökomorphologischen Situation wie auch mit der schlechten
Wasserqualität des Unterlaufs zusammen. Die geplante Ableitung der gereinigten
Abwässer der ARA Birs II (Birsfelden, BL) direkt in den Rhein, die damit
zusammenhängenden Revitalisierungsarbeiten sowie der Bau eines Mischwasserbeckens auf baselstädtischer Seite werden eine deutliche Verbesserung des Lebensraums zur
Folge haben.
 Eintagsfliegenlarve (Ecdyonurus sp., Foto H. Handschin) |
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 Eintagsfliege vor der letzten Häutung an Land (Ecdyonurus sp., Foto D. Küry) |
St. Alban-Teich
Entsprechend seiner früheren Nutzung als Gewerbekanal ist der St. Alban-Teich auf den
meisten Strecken in struktureller Hinsicht als naturfremd zu beurteilen. Ein hoher
Verbauungsgrad, fehlende Uferbereiche, monotone Strömungsverhältnisse und
zahlreiche Eindolungen prägen dieses Gewässer. Insbesondere im Bereich
angrenzender Grünflächen, wie z.B. beim Schwarzpark, besteht ein grosses
Aufwertungspotential.

St. Alban-Teich beim Schwarzpark
Unter den Bewohnern des Gewässers finden sich Vertreter von Insekten (Eintagsfliegen,
Käfer, Köcherfliegen und Zweiflügler), von Nichtinsekten
(Strudelwürmer, Würmer, Egel, Schnecken, Muscheln, Flohkrebse etc.) wie auch
zahlreiche Fische (Bachforelle, Barbe, Äsche, Alet, Schleie etc.). Viele der
gefundenen Arten sind auch in der Birs vertreten, wobei längst nicht alle in der Birs
vorkommenden Arten im St. Alban-Teich heimisch sind. Der 'Dalbedych' diente der kantonalen
Fischereiaufsicht jahrelang als Aufzuchtgewässer für Junglachse.

Bild 20b: Strömer
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