Rasen
In der Schweiz werden jährlich Tausende von Tonnen Rasendünger, Herbizide und Trinkwasser auf Rasenflächen verteilt. Als «Erfolg» resultieren bis zu 300’000 Tonnen Rasenschnitt, der geräuschintensiv gemäht und zu einem grossen Teil über den normalen Hauskehricht entsorgt wird. Es geht aber auch anders:
Tipps
Naturnaher Rasen
Legen Sie in Ihrem Garten einen naturnahen Rasen an, der nicht nur Gräser, sondern auch robuste Wildblumen enthält (im Samenhandel als Blumen- oder Naturrasen bezeichnet). Er muss nur vier- bis achtmal pro Jahr gemäht werden und ist betretbar. Wird die Fläche kaum benutzt, kommt auch eine richtige Blumenwiese infrage – lassen Sie sich von Fachleuten beraten!
Intensiv genutzter Rasen
Wird Ihr Rasen als Sport- und Liegewiese genutzt, ist ein regelmässiger Schnitt unerlässlich. Kurzer Rasenschnitt (bis 4 cm) kann dabei liegen gelassen werden: Er wird rasch abgebaut und spart Dünger.
Rasen ohne Gift
Bringen Sie keine Mittel zur Vertilgung von Unkraut- oder Moos aus. Unerwünschte Wildkräuter können auch mit mechanischen Verfahren reguliert werden (Vertikutieren).
Düngen
Falls nötig, kann Rasen im Frühjahr mit Kompost gedüngt werden. Für Rasen: 1,5 Liter/m2; für Blumenrasen: 1 Liter/m2.
Mulchen von Rasenschnitt
Rasenschnitt, der länger als 4 cm ist, sollte nicht liegen gelassen werden. Er stellt aber ein sehr gutes Mulchmaterial dar: Verteilen Sie ihn zur Bodenbedeckung schleierdünn auf Blumen- und Gemüsebeete sowie unter Beeren- und Heckensträucher. Zu Heu getrocknet kann der Rasenschnitt auch aufbewahrt und portionenweise kompostiert werden.
Kompostieren von frischem Gras
Frischer Rasenschnitt kann nicht haufenweise auf den Kompost gegeben werden. Fäulnis und Gestank wären die Folge. Ein sehr guter Kompost ergibt sich jedoch, wenn das frische Gras mit etwa gleich viel Häcksel und ein wenig Reifkompost oder Gartenerde vermischt wird, sodass ein lockerer, luftdurchlässiger Haufen entsteht. Dieser Kompost sollte besonders häufig umgeschichtet und stets leicht feucht gehalten werden.
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