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Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt hat nach der Katastrophe von Schweizerhalle vom 1. November 1986 eine Organisation geschaffen, welche die vom Bundesrecht vorgeschriebene Risikoanalyse durchführen muss. Ihr Herzstück ist die Kontrollstelle für Chemie- und Biosicherheit beim Kantonalen Laboratorium. Die Beurteilung der Tragbarkeit von Risiken wollte der Regierungsrat jedoch nicht der Vollzugsbehörde übertragen, da bei dieser Frage auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte einzubeziehen sind. Eine breit zusammengesetzte Kommission im Sinne einer «Ersatzöffentlichkeit» sei dafür besser geeignet. Das hat auch der Grosse Rat bestätigt und die Kommission im kantonalen Umweltschutzgesetz verankert.
Die RISKO ist eine vom Regierungsrat gewählte, verwaltungsunabhängige Kommission. Seit Ende 1990 berät sie die Regierung und die Verwaltung bei der Erkennung, Bewertung und Beurteilung von Risiken für Mensch und Umwelt.
Die RISKO muss bei der Beurteilung von Anlagen beigezogen werden, bei denen das Risiko als «bedingt tragbar» klassifiziert wird. Das heisst, wenn die Summenkurve im sogenannten W/A-Diagramm (Eintretenswahrscheinlichkeit/ Schadensausmass Diagramm) im Übergangsbereich liegt.
Die RISKO führt einen umfassenden Risiko-Diskurs. Dazu wurde nicht ein rein technischnaturwissenschaftlicher Ansatz gewählt. Die RISKO beleuchtet neben sicherheitstechnischen Fragen auch wirtschaftliche, gesellschaftliche und Umweltaspekte, um die Frage nach der Tragbarkeit von Risiken beantworten zu können.

Weitere Informationen über Methodik und Inhalt der Arbeit der Kommission für Risikobeurteilung des Kantons Basel-Stadt vermitteln die folgenden Mitteilungsblätter im pdf-Format:
Mitteilungsblatt 1: Kriterien zur Beurteilung von Risiken
Mitteilungsblatt 2: Die RISKO beurteilt die Tragbarkeit von bio- und gentechnischen Risiken
Mitteilungsblatt 3: Seit 10 Jahren beurteilt die RISKO die Tragbarkeit von Risiken
Mitteilungsblatt 4: Ganzheitliche Beurteilung von Risiken und Gefahren im Kanton Basel-Stadt
Mitglieder der Kommission:
Brigitte Meyer (Präsidentin) * Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt des Kantons Basel-Stadt
Judith Grüninger (Vizepräsidentin) Vertreterin der Wissenschaft
Dr. Peter Blumer * Vertreter der Gebäudeversicherung
Ruedi Braun * Kontrollstelle für Chemie- und Biosicherheit (KCB)
Jürg Degen * Hochbau- und Planungsamt
Harald Friedel Vertreter einer Gewerkschaft
Günter Müller Fachperson aus dem Transportgewerbe
Jost Müller Mitglied einer Umweltschutzorganisation
Dr. Heinz Reust Mitglied einer Umweltschutzorganisation
Dr. Andreas Riesen Fachmann aus der chemischen Industrie
Urs Rohr Fachmann aus der chemischen Industrie
Veronika Eva Röthlisberger-Schwer Vertreterin eines Quartiervereins
Thomas Schori Vertreter gewerblicher Produktionsbetriebe
René Etter (Sekretär) * Amt für Umwelt und Energie
* Mitglied von Amtes wegen
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