Schnecken
Schnecken übernehmen in der Natur nützliche Funktionen und dürfen in der Nahrungskette nicht fehlen. Weniger beliebt sind sie im Gemüse- und Blumengarten, wo sie in kurzer Zeit ganze Beete kahlfressen können. Einzelne Vernichtungsaktionen bringen höchstens kurzfristige Erfolge. Wer die Schnecken langfristig abhalten will, muss dafür sorgen, dass sie im Garten keine günstigen Lebensbedingungen finden. Statt einem simplen Patentrezept sind systematische Massnahmen gefragt.
Tipps
Keine Schneckenkörner
Verwenden Sie keine Schneckenkörner. Fast alle Produkte enthalten Metaldehyd und gefährden nützliche Boden- und Kleinlebewesen sowie grössere Wild- und Haustiere. Wer trotzdem nicht auf Schneckenkörner verzichten will, sollte spärlich dosieren. 4 Körner pro Quadratmeter genügen.
Krümelstruktur fördern
Schnecken ziehen sich gerne in Bodenritzen zurück, um dort Eier abzulegen oder Hitze und Kälte zu überdauern. Halten Sie mit geeigneten Kulturmassnahmen den Boden über das ganze Jahr möglichst krümelig und füllen Sie kleine Spalten mit Erde oder Kompost auf. Aus dem gleichen Grund sollten Beete nach der Ernte im Herbst nicht umgegraben werden.
Gezielt giessen
Ganzflächige Berieselung zieht Schnecken an. Giessen Sie möglichst jede Pflanze einzeln und am frühen Morgen.
Rasch wachsende Jungpflanzen
Setzlinge und Aussaaten, die rasch aufwachsen und erstarken, fallen dem Schneckenfrass weniger zum Opfer, denn Schnecken bevorzugen schwache Pflanzen. Es lohnt sich, starke Setzlinge zu verwenden und das Pflanz- oder Saatmaterial im Frühling erst dann auszubringen, wenn sich der Boden bereits etwas erwärmt hat.
Wanderungsschranken
Frisch gepflanzte Setzlinge können vorübergehend mit einem Schutzkragen umgeben werden. Gefährdete Kulturen schützen Sie wirkungsvoll mit Schneckenzäunen aus Metall.
Köder
Legen Sie innerhalb der Wanderungsschranken Köder aus, um die verbliebenen Schnecken einzusammeln. Bewährt hat sich ein Gemisch aus befeuchteter Weizenkleie und ein paar Katzen- oder Hundebisquits. Die Tiere sammeln sich aber auch gerne bei frischen Küchenabfällen, unter Rhabarberblättern, kleinen Brettern oder Jute.
Nematoden
Zur Bekämpfung der kleinen, in den oberen Bodenschichten lebenden Tauschnecken sind im Handel Nematoden erhältlich. Diese winzigen Fadenwürmer befallen die Tauschnecken und dezimieren sie auf unschädliche Weise. Es empfiehlt sich, die Methode in Kombination mit einem Schneckenzaun anzuwenden.
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