Unkraut oder Beikraut
Was ein Unkraut ist, hängt vom menschlichen Blickwinkel ab. Was die einen stört, wird von den anderen als wertvolle Heilpflanze begrüsst oder zumindest als hübsches Beikraut geduldet. Eingriffe sind im Garten erst dann nötig, wenn sich eine Art stark ausbreitet und andere Kulturen verdrängt.
Tipps
Toleranz
Mit etwas Toleranz finden Wildpflanzen ihren Platz neben den Nutz- und Zierkulturen. Freuen Sie sich über das Stück wilde Natur in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon und beobachten Sie, wie sich die Wildpflanzen entwickeln.
Von den Wildkräutern lernen
Wildpflanzen, die sich von selbst einstellen, haben offenbar Verhältnisse gefunden, die ihnen zusagen. Deshalb können Sie von diesen Pflanzen viel über Ihren Garten erfahren. Brennnesseln zeigen zum Beispiel einen nährstoffreichen und die echte Kamille einen sauren Boden an.
Invasive Pflanzen
Aufmerksamkeit ist bei invasiven Pflanzen aus fremden Gebieten angebracht: Diese sogenannten Neophyten bedrohen die natürliche Artenvielfalt und müssen entfernt werden.
Keine Herbizide
Verzichten Sie auf chemische Unkrautvertilger (Herbizide) und jäten Sie unerwünschte Pflanzen von Hand aus. In den Basler Familiengärten sind Unkrautvertilgungsmittel übrigens verboten. Ausserdem untersagt die Eidgenössische Verordnung über umweltgefährdende Stoffe den Gebrauch an allen Strassen, Wegen und (Lager)Plätzen sowie auf Dächern und Terrassen.
Brachen vermeiden
Auf brach liegenden Böden siedeln sich rasch Wildkräuter an. Säen Sie ungenutzte Beete und lückige Kulturen mit einer Gründüngung (z.B. Phacelia) ein oder bringen Sie Mulch aus. Unter Sträuchern empfiehlt sich eine ausdauernde Gründüngung (z.B. Weissklee).
Vermehrung stoppen
Jäten Sie unerwünschter Kräuter vor der Samenbildung. Pflanzen, die sich durch unterirdische Sprosse (Rhizome) ausbreiten, wie Giersch, Quecke, Ackergänsedistel oder Winden, werden am besten durch wiederholtes Entfernen der neuen Austriebe in Schach gehalten.
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