Krebs- und Fischfauna

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Groppe

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Junglachse

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Alet

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Schmerle

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Barbe

Die Vielfalt der Fisch- und Krebsarten ist im Kanton Basel-Stadt beträchtlich: Allein im Rhein leben rund 43 Arten, während in der Wiese und der Birs rund 25 nachgewiesen wurden. Darunter sind viele, teilweise stark gefährdete Rote-Liste-Arten vertreten wie die Nase, das Bachneunauge, der Strömer oder der Schneider, aber auch standortfremde Neozoen wie Kessler-Grundel, Signalkrebs oder Sonnenbarsch.

In der Wiese und der Birs befinden sich zwei wichtige Laichplätze für die Nase. Jedes Jahr im April kann an diesen Stellen der «Nasenstrich», die Ansammlung und Fortpflanzung mehrerer Hundert Tiere, beobachtet werden. Der Laichplatz in der Wiese beim Hochbergerplatz hat von Bundesseite das Prädikat «von nationaler Bedeutung» erhalten. Für den Fortbestand dieser vom Aussterben bedrohten Art ist auch der Laichplatz im Unterlauf der Birs existenziell.

Der Lachs ist ein weiterer Wanderfisch, für dessen Wiederansiedlung sich die Schweiz im Rahmen des Aktionsprogramms «Lachs 2020» der Internationalen Kommission für den Schutz des Rheins (IKSR) verpflichtet hat. Seit den 1990er-Jahren trägt der Kanton Basel-Stadt zusammen mit den Kantonen Basel-Landschaft und Aargau sowie dem Bund die Verantwortung für das Zucht- und Besatzprogramm von Junglachsen wie auch für die Wiederherstellung und Erreichbarkeit geeigneter Lebensraumstrukturen in Wiese, Birs und Ergolz.

Fische eignen sich besonders gut als Indikatoren für die Beurteilung des biologischen Zustands von Fliessgewässern. Im Vergleich zum Makrozoobenthos ist die Artbestimmung von Fischen um einiges einfacher. Auch sind ihre ökologischen Bedürfnisse gut erforscht. Fischarten wie Bachforelle, Äsche, Lachs, Nase und Groppe sind beispielsweise bessere Indikatorarten als Fische wie Alet, Gründling, Schmerle oder Elritze, die weniger komplexe Ansprüche an ihren Lebensraum stellen.

Fischereibiologische Erhebungen erfolgen häufig im Rahmen von Erfolgskontrollen, z. B. als Vorher-Nachher-Untersuchungen nach grösseren Revitalisierungen, neu gebauten Fischaufstiegshilfen oder Ausdolungen. Solche Untersuchungen können auch im Hinblick auf eine fischereiliche Neuverpachtung eines Gewässers erforderlich sein, indem sie Rückschlüsse auf das jährliche Ertragsvermögen einer Fischart, auf eine funktionierende Naturverlaichung oder auf notwendige Stützmassnahmen geben.

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