Keine Dioxinbelastung im Rhein erkennbar

Das Amt für Umwelt und Energie ist einer Expertenvermutung über eine mögliche Dioxinbelastung des Rheins nachgegangen und kann Entwarnung geben: Seit Beginn der Altlastensanierung der ehemaligen Industriekläranlage ARA Steih in Huningue (F) im Jahr 2013 gelangten keine Dioxine in den Rhein. Dies ergeben aktuelle Messdaten des Umweltlabors.

Dioxine sind hochgiftige Stoff, die unter anderem bei Verbrennungsprozessen gebildet werden, so zum Beispiel auch bei der Verbrennung von Holz. Sie lagern sich in Gewässern vollständig an Schwebstoffe an und sind somit in diesen nachweisbar.

Neben den täglichen Routinemessungen wird das Rheinwasser in monatlichem Rhythmus durch das Umweltlabor des Amts für Umwelt und Energie Basel-Stadt (AUE) auf der Höhe der Rheinüberwachungsstation (RÜS) bei Weil am Rhein (D) auf Schwebstoffe beprobt. Diese Untersuchung erfolgt im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (CH) und der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (D) nach einem von der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) festgelegten Messprogramm.

Die aktuelle Untersuchung der Dioxinbelastung nahm das AUE aufgrund einer Expertenvermutung vor. Es wurde dabei auf die monatlichen Schwebstoffproben der RÜS der Jahre 2012 bis heute zurückgegriffen. Dabei konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Konzentrationen der Dioxine vor und während der Sanierungsarbeiten der ARA Steih nachgewiesen werden. Deshalb kann eine Belastung des Rheins durch Dioxine im Zusammenhang mit der ARA-Steih-Sanierung ausgeschlossen werden.

nach oben