Schallschutzfensterbeiträge

Lärmschutzwände sind auf Stadtgebiet nicht möglich, lärmarme Strassenbeläge befinden sich noch in der Testphase, doch jeder Kanton hat mit Einführung der Lärmschutz-Verordnung (1986) vom Bund den Auftrag erhalten, die Strassenlärmsanierung innert 15 Jahren abzuschliessen. Diese Frist wurde bis 2018 verlängert.

Als Ersatzmassnahme können Schallschutzfenster eingebaut werden. In Basel wurde bereits in den 90er-Jahren damit begonnen. Deshalb sind die Sanierungen weit fortgeschritten. Der Einbau der Schallschutzfenster erfolgt strassenzugsweise nach Dringlichkeit. Aufgrund einer Programmvereinbarung mit dem Bundesamt für Umwelt leistet auch der Bund Beiträge an Schallschutzfenster. Die Karte des mehrjährigen Strassensanierungsprogramms zeigt sowohl die abgeschlossenen als auch die geplanten Arbeiten.

Wenn das Amt für Umwelt und Energie einen neuen Strassenzug in Angriff nimmt, klärt es zuerst die Anspruchsberechtigung der einzelnen Häuser ab. Bei einer Strassenlärmbelastung ab 65 dB kann sich der Kanton an 50 % der Kosten der Schallschutzfenster beteiligen, ab 69 dB besteht ein Anspruch auf 100 % der Kostenübernahme durch den Kanton. Der Beitrag an Schallschutzfenster erfolgt also nicht auf Antrag, sondern wird den Eigentümern aktiv angeboten. Die Sanierungen müssen innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein. Haben die Eigentümer in den letzten Jahren bereits Schallschutzfenster eingebaut, können auch Rückerstattungen erfolgen, wenn die Fenster den Schalldämmanforderungen nach Anhang 1 der Lärmschutz-Verordnung genügen. Weitere Informationen betreffend Ablauf finden Sie auf unserem Merkblatt.

Beiträge an Schallschutzfenster werden auch bei einer wesentlichen Änderung einer Strasse geleistet. Erfolgt eine Sanierung einer Strasse oder eine Änderung der Verkehrsführung, darf der Mehrverkehr nicht dazu führen, dass die Grenzwerte überschritten werden. Sind die Grenzwerte bereits überschritten und ist eine Zunahme der Immissionen um mehr als 1 dB zu erwarten, muss die Strasse lärmsaniert werden. Sind Massnahmen an der Quelle oder auf dem Ausbreitungsweg nicht möglich und besteht ein überwiegendes öffentliches Interesse am Ausbau der Strasse, so gewährt die Vollzugsbehörde eine Erleichterung mit der Verpflichtung des Strasseneigentümers, Schallschutzfenster an den betroffenen Liegenschaften auf seine Kosten einzubauen.

Auch Liegenschaften, die von Bahnlärm betroffen sind, haben Beiträge an Schallschutzfenster erhalten. Die Bahnlärmsanierung im Kanton Basel-Stadt wurde 2013 abgeschlossen.

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