Häusliches Abwasser

Cartoon von René Fehr, bei dem Abfälle und Gifte ins WC und Spülbecken getan werden.
Keine Abfälle und keine Gifte in Abläufe! (Cartoon René Fehr)

Die häuslichen Abwässer spielen bei der gesamten Siedlungsentwässerung – allein schon aufgrund ihrer Menge – eine bedeutende Rolle. Im Einzugsgebiet der kommunalen Kläranlage (ARA Basel) fallen täglich 93 000 Kubikmeter Abwasser an. Etwa 40 Prozent davon stammen aus privaten Haushalten. Im Durchschnitt verbraucht heute jede Einwohnerin und jeder Einwohner rund 130 Liter Trinkwasser pro Tag. Rund 45 Liter fliessen durch die Toilette, ca. 50 Liter beträgt der Bedarf für die Körperpflege und bei Wasch- und Reinigungsarbeiten gelangen täglich nochmals etwa 25 Liter ins Entwässerungssystem.

Leider werden Toiletten und Abläufe noch immer zur Abfallentsorgung benutzt. Fette, Öle und Farben, aber auch Hygieneartikel oder Katzenstreu gehören jedoch nicht in die Ausgüsse. Deshalb gilt:

Feste Gegenstände gehören nicht in die Abläufe.

Sie verstopfen die Leitungen, verursachen Ablagerungen in den Kanalisationen, stören den Betrieb von Abwasserpumpwerken und behindern die Abwasserreinigung. Feste Gegenstände wie Strümpfe, Textilien, Wegwerfwindeln, Kleintierstreu etc. müssen mit dem Hauskehricht im Bebbi-Sack entsorgt werden.

Fette, Öle und Speisereste gehören nicht in die Abläufe.

Sie verstopfen die Leitungen, verursachen Ablagerungen in den Kanalisationen und locken Ratten an. Speisefette und -öle können in Kleinmengen (1 Liter in einer Kunststoffflasche) mit dem Bebbi-Sack entsorgt werden. Mineralöle wie Autoöl, Maschinenöl etc. sind bei den Sammelstellen für Sonderabfälle abzugeben.

Chemikalien, Farben, Medikamente und Gifte gehören nicht in die Abläufe.

Sie können Leitungen angreifen und die Abwasserreinigung behindern. Vielfach werden diese Stoffe in der Kläranlage nicht abgebaut und verunreinigen die Gewässer. Sonderabfälle aus Haushalten können bei den kantonalen Sammelstellen kostenlos abgegeben werden.