Basel isst abfallfrei

Plakat der Aktion mit der Aufschrift "Hast du etwas gegen Abfall?"

Wer bei der Verpflegung unterwegs Mehrweg- statt Wegwerfgeschirr nutzt, schont Ressourcen, verkleinert die Abfallberge und spart Geld. Um auf die vielen Vorteile und Einsatzmöglichkeiten von Mehrweggeschirr hinzuweisen, lanciert der Kanton Basel-Stadt die Aktion «Basel isst abfallfrei», die sehr einfach funktioniert: Ein Kleber am Eingang von Take-away-Anbietern signalisiert Kundinnen und Kunden, dass sie hier mit ihrem Mehrweggeschirr willkommen sind.

Trend zur Take-away-Verpflegung

Warme oder kalte Getränke, Mittag- oder Abendessen, fast alle gastronomischen Angebote werden heute auch zum Mitnehmen angeboten. Der Trend zur Take-away-Verpflegung hält ungebrochen an, die pandemiebedingten Restaurantschliessungen haben dieser Entwicklung zusätzlich Auftrieb verliehen.

Die Aktion «Basel isst abfallfrei»

Die Aktion «Basel isst abfallfrei» unterstützt den Einsatz von Mehrweggeschirr in der Unterwegs-Verpflegung sowohl für Take-away-Betriebe wie für Konsumentinnen und Konsumenten auf einfache Weise: Ein Kleber am Eingang von Take-away-Betrieben zeigt an, ob im jeweiligen Geschäft Kundinnen und Kunden ihre mitgebrachte Box oder ein vor Ort verfügbares Mehrwegsystem (z.B. reCIRCLE) befüllen lassen können, statt Einweggeschirr zu nutzen. Mit Plakaten und weiteren Werbemitteln wird die Aktion ab Mai 2021 im öffentlichen Raum gut sichtbar gemacht.

Einweg: hoher Ressourcenverbrauch, grosse Abfallberge

Take-away-Angebote sind praktisch, aber aus Einweggeschirr konsumiert, bringen sie zahlreiche Nachteile mit sich. Für die Herstellung der Verpackungen werden in grossem Umfang Ressourcen und Energie verbraucht. Leere Verpackungen landen oft auf der Strasse statt im Abfalleimer und tragen so zur Verschmutzung des öffentlichen Raums bei; Littering beeinflusst die Aufenthaltsqualität an beliebten Orten in Basel nachweislich negativ. Insgesamt führt Wegwerfgeschirr zu sehr viel Abfall. Und auch ökonomisch schneiden Einweggebinde schlecht ab, denn beide Seiten, Take-away-Anbietende und –Konsumierende, zahlen mit der Verpackung etwas, was nur gekauft wird, um nach kurzer Einsatzzeit wieder weggeworfen zu werden.

Mehrweg: geringere Kosten, Genuss bis zum Schluss

Im Gegenteil dazu hat Mehrweggeschirr sehr viele Vorteile – und diese gehen weit über das Abfallvermeiden hinaus. Zum Vorteil für die Kundinnen und Kunden geben viele Take-away-Betriebe ihre Produkte im Mehrweggeschirr günstiger ab. Take-away-Betriebe, die dem Kundenwunsch von Produkten in Mehrweggeschirr entgegenkommen, profitieren ihrerseits, indem sie sich eine wiederkehrende Kundschaft sichern. Mehrwegbecher und –box werden dem Wert der Nahrungsmittel gerechter: Kaffee aus einem richtigen Becher und Essen aus einer stabilen Box genossen, schmecken besser. Auch Food Waste lässt sich mit Mehrweggeschirr aktiv vermeiden, denn Getränke- und Essensreste lassen sich gut verschlossen für den späteren Konsum mitnehmen.

Eine Aktion der «Basler Littering-Gespräche»

An der Aktion «Basel isst abfallfrei» beteiligt sich in Basel-Stadt die Arbeitsgemeinschaft «Basler Littering-Gespräche». Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Behörden (Stadtreinigung, Amt für Umwelt und Energie) und Wirtschaft (Coop, Denner, Globus, Migros, Manor, McDonald’s, Starbucks, Valora, Gewerbeverband Basel-Stadt, Pro Innerstadt) zusammen und engagiert sich seit vielen Jahren mit praktischen Massnahmen und Informationskampagnen gemeinsam gegen Littering. Über Basel hinaus sind auch andere Städte und Gemeinden daran, sich der Aktion anzuschliessen.

Kampagnenzeitraum

Von Mai bis August 2021